Rückblick Konzertreise 2017 - Prag

Text: Gabriel Müller, Fotos: Aurel Salzer

Am Pfingstmontag ging unser Zug von Wroclaw in aller Früh (um 9 Uhr). Es handelte sich um einen Regionalzug, der sich vor jedem Bahnübergang mit lautem Pfeifen ankündigte und das Tempo bis auf etwa 20 km/h drosselte, damit eventuelle Traktoren von den Gleisen weg konnten. Das Wetter war warm, die Klimaanlage war wie in den meisten Zugreisen auf der ganzen Tour entweder nicht vorhanden oder schwach, und die Stationen, an denen der Zug Halt machte, waren meist nicht viel mehr als ein Bahnhofhäuschchen in einem Feld. Dementsprechend dauerte es bis zum Mittag, bis wir im Örtchen Lichkov kurz hinter der tschechischen Grenze ankamen, obwohl Lichkov nur etwa 120 km von Wroclaw entfernt ist. Kaum hatten wir dort einen Fuss auf tschechischen Boden gesetzt, bekamen wir im Bahnhofbuffet schon das erste Gulasch der Reise vorgesetzt. Wir waren definitiv die einzigen Touristen im Lokal.

Der Rest der Tagesetappe ging etwas flotter von sich. In den Zügen der České dráhy kamen wir am späteren Nachmittag in Prag an und konnten ins Hotel einchecken. Nach der langen Reise nutzten wir den Abend, um uns in Prag etwas umzusehen.

Dienstag war vor allem der Vorbereitung auf das Konzert am Abend gewidmet, das wir in der Hlahol-Konzerthalle mit dem Frauenensemble Bubureza sangen. Zwischen Proben und Konzertvorbereitung fanden wir aber auch noch etwas Zeit für individuelle Stadtbesichtigungen. Nach dem Konzert (das wunderbar war, danke Bubureza!) wurde der Abend und damit unser Aufenthalt in Prag wurde mit dem ganzen Chor in einem Restaurant in der Innenstadt beschlossen. Auf dem Weg dorthin wurden wir und einige Sängerinnen von Bubureza von einem heftigen Regen ziemlich durchnässt. Doch die nassen Kleider trockneten schnell wieder, als wir einmal im Warmen waren, und Prag verabschiedete uns herzlich.

Mit freundlicher Unterstützung durch:

 
Schüller -Stiftung 
Abteilung Kultur Basel Stadt
Pro Helvetia
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Mit finanzieller Unterstützung durch die FONDATION SUISA