Rückblick Konzertreise 2017 - Krakau

Text: Lionel Leus, Fotos: Aurel Salzer

Welch eine Ehre: Am nächsten Morgen in Zilina steht nicht irgend ein Bus für uns bereit, nein, es ist der offizielle Fussball-Mannschaftsbus der Msk Zilina. Verschiedene Weibel zeigen, dass dieser Bus schon an vielen Champions League-Abenden in ganz Europa war. Wir steigen ehrfürchtig ein und lassen Zilina schon bald hinter uns. Der Weg führt uns durch hügelige Wälderlandschaften in Richtung slowakisch-polnische Grenze. Der längere Aufenthalt an der Grenze liegt unter anderem (wie am wiederholten Fluchen unseres Busfahrers auszumachen ist) an den polnischen Strassenbehörden („all corrupt problem“). Wir nutzen die Pause, um mit einem Fussball wilde Pässe und Schüsse zu schlagen und zu jonglieren, was aber höchst selten gelingt.

Wir passieren die Grenze und werden vom Chauffeur schon bald zur Mittagspause an einer Raststätte platziert. Die Dame im Restaurant gibt uns zu verstehen, dass wir zu viele seien, um ein Mittagessen bestellen zu können. Ein eher mässiger Hotdog von der Tankstelle mussvorerst reichen.

Bei prächtigem Wetter treffen wir nach weiteren 4 Stunden Fahrt in Kraukau ein. Es bietet sich uns ein wunderschöner Anblick auf die ehemaligen Stadtmauer und den FlussWisła (dt. Weichsel). Ein geschichtsträchtiger Ort.
Wir beziehen unser Hotel, welches ziemlich im Zentrum liegt. Noch am gleichen Tag treffen wir uns das erste Mal mit unserem Festivalguide, Justyna, in den Tagen des Festivals allen von uns ans Herz wachsen wird. Justyna führt uns in die verschiedenen Kathedralen, in denen wir im Verlauf des Wettbewerbs unsere Auftritte haben werden. Dort macht sich auch schnell bemerkbar, wie katholisch Polen ist. Die Gotteshäuser sind allesamt gross, aufwendig verziert und geschmückt. Die Vorfreunde steigt, darin konzertieren zu dürfen. Am Nachmittag proben wir im Hotel und lassen den Abend mit individuellem Essen und Ausgang ausklingen.
 Am nächsten Tag steht ein freier Vormittag auf dem Programm. Diesen kann man mit der Besichtigung Schindlers Fabrik, einem Besuch im jüdischen Viertel oder mit Flanieren auf dem Markt im Zentrum verbringen.
Am Nachmittag haben wir unseren ersten Wettbewerbsauftritt in der Peter-und-Paul-Kirche, der leider von Strassengeräuschen im touristischen Krakau etwas gestört wird. In den nächsten beiden Tagen haben wir noch zwei Konzerte (in der Katharinen- und in der kirche) und zwei Wettbewerbsauftritte (beide in einem Musikgymnasium etwas ausserhalb vom Zentrum), die uns alle grossen Spass machen.

 

Mit freundlicher Unterstützung durch:

 
Schüller -Stiftung 
Abteilung Kultur Basel Stadt
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Mit finanzieller Unterstützung durch die FONDATION SUISA