Rückblick Konzertreise 2017 - Fazit

Text: Gabriel Müller, Fotos: Aurel Salzer

 

Unser letzter voller Tag in Krakau begann mit einem Ausflug in die berühmte Salzmine von Wieliczka. Nach den vielen Auftritten in den Tagen davor und den fröhlichen Abenden in Krakau waren gewisse Ermüdungserscheinungen nicht mehr zu leugnen. Laut Festivalveranstalter war geplant, dass wir während der Führung durch die Mine ein kurzes Konzert singen würden. Wir tappten also im Konzerttenue durch die Minengänge im Salzgestein, wobei uns ein netter Herr über Kopfhörer zu jeder Station etwas erzählte. Sein Deutsch war ausgezeichnet, und ihm fielen ganz spontan ganz witzige Sprüche ein. Für das geplante Konzert in der mineneigenen Kapelle fehlte am Ende das Publikum – die meisten Besucher waren mehr an ihrer Führung interessiert als an den singenden Kerlen in seltsamen Klamotten. Obwohl es auf der Führung viel Spannendes zu lernen gab, waren doch alle froh, als wir am Ende wieder Tageslicht sahen.

 

Am Nachmittag ging es weiter mit der Preisverleihung des Festivals, in die wir eigentlich ohne grosse Erwartungen gingen. Nach einem kurzen Eröffnungsstück ging es direkt ans Eingemachte: Vertreter aller Chöre wurden auf die Bühne gebeten und die Diplome wurden verteilt, eine Kategorie nach der anderen. Als die Reihe an die Kategorie Männerchöre kam, waren wir schon freudig überrascht, als wir den ersten Platz bekamen. Auch sehr zufrieden waren wir über den zweiten Platz in der Kategore Geistliche Musik. An diesem Punkt waren alle unsere Erwartungen schon übertroffen worden. Als aber ganz am Ende der Preisverleihungen der Grand Prix für den besten Chor des Festivals ausgerufen wurde, waren wir vollends überrascht. Obwohl wir an den Wettbewerben gute Auftritte hingelegt hatten, hätten wir niemals ein derart gutes Ergebnis erwartet! 

 

Dann ging es schon daran, sich auch von Krakau wieder zu verabschieden. Ein gemeinsames Abendessen und ein gemeinsamer Besuch in einer sehr polnischen Karaokebar (mit einer wettbewerbsfähigen Version von „Summer wine“) schlossen den Abend ab. Am Montag hiess es check-out, Bahnhof, Flughafen, Flugzeug, Bahnhof, Zug, und plötzlich waren wir wieder Zuhause in den eigenen Betten, mit müden Schädeln und heiseren Stimmen.

 

Ostmitteleuropa hat uns insgesamt sehr schön empfangen. Die erste Hälfte der Reise war (neben den Städten) von den besonderen Zugreisen geprägt, vom Nachtzug Strassburg-Poznan bis zum Regionalzug durchs Breslauer Umland. In der zweiten Hälfte war es schön, dass wir einige Tage Zeit hatten, um ein wenig ein Gefühl für Krakau zu bekommen, auch neben den Wettbewerbsauftritten. Wir freuen uns schon darauf, nächstes Jahr noch ein Schrittchen weiter nach Osten zu fahren und die Ukraine zu besingen!

 

Mit freundlicher Unterstützung durch:

 
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