Konzertreise 2016, Tourismus

Text: Gabriel Müller, Fotos: Aurel Salzer

Der letzte Tag unserer gemeinsamen Islandreise war für klassischen Tourismus reserviert, nachdem das Festival in Reykjavík zu Ende gegangen war. Auf dem Programm stand eine Rundfahrt mit dem Reisebus zu den Naturschönheiten Südwestislands, zusätzlich  einem Konzert in der Kirche von Skálholt als krönendem Abschluss. Unser Reiseführer für die erste Hälfte war niemand anderes als Arinbjörn Vilhjálmsson, der Vorsitzende der Fóstbræður.

 

Die Tour führte uns von Reykjavík aus zuerst nach Nordwesten zum Þingvellir (Parlamentsebene), wo um das Jahr 930 das erste isländische Parlament gegründet worden war. Direkt neben dem Parlamentsfelsen verläuft die Abbruchstelle einer geologischen Verschiebung, und auch in der Ebene selbst wird der Weg durch Schmelzwasserbäche unterbrochen, die in tiefen Felsspalten verlaufen. An den Brückchen hängen Piktogramme, die es verbieten, Münzen ins Wasser zu werfen.

 

Vom Þingvellir ging's weiter in Richtung Gullfoss, dem berühmten goldenen Wasserfall. Unterwegs machten wir aber noch einen Halt auf der Pferdefarm von Ása und Hjalti, die uns am Abschlusskonzert in der Harpa am Vorabend dahin eingeladen hatten. Auf dem Hof gab es Islandpferde und frischgeborene Lämmer zu sehen. Es wurde Kaffee und Bier serviert und mit den Stallmädchen geplaudert, die sich auf dem Hof teils nur für einen Monat, teils gleich für mehrere Saisons verpflichtet hatten.

 

Weil es an jeder der Stationen so viel zu sehen gab, waren wir inzwischen etwas später als geplant. Als die versammelten Männerstimmen schliesslich in Skálholt ankamen, war es viertel nach Vier. Da wir um Fünf für ein Konzert zusammen mit dem Männerchor Hreppamanna (in dem Hjalti übrigens auch mitsingt) angekündigt waren, blieben uns nur knapp dreiviertel Stunden für die Konzertvorbereitung. Es wurde ein sehr schönes Konzert, wozu auch die Kirche und das Publikum beitrugen, ein gelungener musikalischer Abschluss einer grossartigen Reise.

 

Nach dem Konzert und einem Gruppenfoto liessen wir den Hauptteil der Reise mit einem gemeinsamen Abendessen ausklingen. Eine Gruppe von fünf Leuten machte sich von Skálholt aus auf eine weitere Woche Nachreise. Der Rest der Gruppe konnte sich auf der Fahrt zurück nach Reykavík in der kaum enden wollenenden Dämmerung von der isländischen Landschaft verabschieden.

 

Mit der freundlichen Unterstützung von:

E.E. Zunft zu Hausgenossen

Schüller Stiftung